Studierende der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) bearbeiteten eine konkrete Entwicklungsaufgabe, die von der Continental AG gestellt wurde. Elf Teams des Studienschwerpunkts „Entwicklung und Konstruktion“ waren im Rahmen der Lehrveranstaltung „Anwendung Konstruktion“ daran beteiligt. Die Studierenden im siebten Semester wurden durch Prof. Dr. Stefan Hierl und Prof. Dr. Thomas Schaeffer von der Fakultät Maschinenbau betreut.
Die Continental AG ist ein börsennotierter deutscher Automobilzulieferer mit Sitz in Hannover. Am Standort Regensburg betreibt der Continental-Konzern sein weltweit größtes Produktionswerk für Fahrzeugelektronik, in dem unter anderem Sensorsysteme, Getriebesteuerungen und Motorkomponenten gefertigt werden.
Im Zuge der Elektrifizierung der automobilen Antriebstechnik werden immer leistungsfähigere Elektronikmodule zur Steuerung der Antriebsmotoren benötigt. Diese Elektronikmodule bestehen aus Schaltungsträgern, auf denen einzelne Bausteine wie etwa Power-MOSFETs aufgelötet sind. Diese können aus thermischer Sicht als punktuelle Verlustleistungsquellen betrachtet werden. Um Überhitzungen der Bausteine zu vermeiden, muss diese Verlustwärme trotz elektrischer Isolation und anderer schwieriger Rahmenbedingungen möglichst effizient in das Kühlmittel des Fahrzeugs transportiert werden.
Praxisnahe Aufgabenstellung für die Studierendenteams
Aus dieser topaktuellen und praxisnahen Ingenieuraufgabe ergab sich für die Studierenden das Thema der Konstruktionsarbeit „Entwicklung eines alternativen Kühlkonzepts auf Basis eines Modulkühlers". Die entstandenen Konzepte wurden insbesondere hinsichtlich technischer Machbarkeit (z. B. Fertigung und Montage), Kosten und Lebensdauer bewertet.
Für die Firma Continental als beteiligter Industriepartner bot diese Form der kooperativen Konstruktionsarbeit den Vorteil, dass kreative Ideen von angehenden Ingenieurinnen und Ingenieuren ausgearbeitet wurden, die den erfahrenen Konstrukteurinnen und Konstrukteuren als neue Impulse und Lösungsansätze dienen konnten.
Präsentation der Ergebnisse und Preisverleihung
Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte der Dekan der Fakultät Maschinenbau, Prof. Dr. Ulrich Briem, alle Anwesenden. Er ging kurz auf die Bedeutung von studentischen Projektarbeiten mit konkreten Aufgabenstellungen aus der Industrie ein und zeigte sich besonders erfreut darüber, dass mit der Continental AG eines der großen Unternehmen in Regensburg mit im Boot war.
Dann präsentierten alle Teams in Kurzvorträgen ihre Arbeitsergebnisse. Im Anschluss hieß es für die Continental-Jury, bestehend aus Thomas Amann und Frank Meyer, die einzelnen Arbeiten zu bewerten.
Den ersten Platz erreichte das Team mit Andreas Eigner, Christian Riedl und Jonas Haimerl mit einer sehr durchdachten und innovativen Lösung. Der zweite Platz ging an das Team bestehend aus Kathrin Waitzhofer und Veit Sturm. Das Team mit Katharina Brennauer, Beate Eisner und Philipp Flierl erreichte den dritten Platz.
Neben einer Urkunde erhielten die Preisträger-Teams auch großzügige Geldprämien. Im Anschluss an die Preisverleihung lud Continental alle anwesenden Studierenden und die Professorinnen beziehungsweise Professoren zu einem kleinen Imbiss ein.


